Sarstedts Erste Damen hat in einem engen Saisonendspurt einen Sieg eingefahren – und steigt trotzdem ab. Dabei war es bei Punktgleichheit wie befürchtet ein einziges Tor im direkten Vergleich, das fehlte – man hatte das Hinspiel in Großenheidorn mit zwei Toren gewonnen, um dann im Rückspiel in einem katastrophalen Spiel mit einer Drei-Tore-Niederlage alle Trümpfe aus der Hand zu geben.
Dabei war vor dem Saisonfinale die Stimmung fokussiert und allen klar, dass man zumindest die eigenen Hausaufgaben machen musste, ehe man auf die anderen schielen konnte.
Mit einer über 60 Minuten überragenden Torfrau Viviane Heinemeyer im Rücken eröffneten Hanna Deutsch, Anna Hochmuth und Lis von der Brehling die Torejagd für die Rot-Weißen, sodass man bis kurz vor der Pause auf 13:9 enteilt war. Doch die klassische Schwächephase vor und nach der Pause handelte Sarstedt einen Rückstand ein: Ein 1:7-Lauf bis auf 14:16 ließ das Adrenalin ansteigen. Doch Marie Eilers zeigte sich unbeeindruckt und brachte Sarstedt wieder in Führung und ließ das Spiel langsam zurückkippen. Dana Speer stellte die erste 4-Tore-Führung her, Elsa Bahrenberg legte nach und brachte Sarstedt in der Schlussminute außer Reichweite, Endstand 31:29.

Nico Gütt: „Letztendlich sind wir genau in die bittere Konstellation geraten, die uns nach dem desaströsen Verlust des direkten Vergleichs gegen Großenheidorn gedroht hat. Wir haben uns nach wenigen Punkten in der Hinrunde in der Rückrunde stark verbessert und als Nachrücker-Aufsteiger 12 Punkte erzielt. Natürlich haben wir alle Situationen im Kopf, die für den Klassenerhalt gereicht hätten, das lässt sich nicht ändern. Trotzdem ist diese Punkteausbeute aller Ehren wert – umso härter, dass es nicht für den Klassenerhalt reicht.“

Heinemeyer, Dähn – Eilers, Speer (je 6), Hochmuth, von der Brehling, Deutsch (je 4), Bahrenberg (3), Ipatov (2), Brinkmann, Schütze (je 1), Schröder, Rukavina