Ausgerechnet auswärts und auch noch mit Haftmittel hat Sarstedts Erste Damen den ersten Landesliga-Sieg geholt – und dabei sogar einen mental breakdown überstanden. Vom Start weg war man den Gastgeberinnen der Zweitvertretung des MTV Großenheidorn drückend überlegen. Aus einer starken Abwehr heraus war Dana Speer in der Ersten Welle die Hauptnutznießerin, Anna Hochmuth markierte aus der zweiten Reihe den ersten 6-Tore-Vorsprung zum 2:8. Trotz einiger Wackler und unnötig verlorener Zweikämpfe in der Deckung blieb man in der Folge im Angriff am Drücker, eine überragende Toni Brinkmann sowie Marie Eilers vom Punkt stellten nach 22 Minuten das 7:13 her. Das war es dann allerdings auch mit guten Nachrichten in Hälfte 1: Ein paar starke Aktionen der Gastgeberinnen machten diesen Mut und nahmen den Sarstedterinnen jeglichen. Kopflose Minuten im Angriff und inkonsequente Abwehraktionen ließen Großenheidorn mit einem 7:1-Lauf ausgleichen, so gerade eben rettete man das Unentschieden noch in die Pause.
Die Pause wurde zum Durchatmen und Ausrichten genutzt, dies gelang weitgehend. Zwar konnte man sich nach dem Wechsel nicht deutlich absetzen – hierfür ließ man ein paar Chancen zu viel liegen – behielt aber einen kühlen Kopf und brach nicht noch einmal ein. Es entwickelte sich ein leidenschaftliches Duell, zwischen 18:18 und 23:23 gab es jeweils Unentschieden, wobei die Sarstedterinnen nicht in Rückstand gerieten. In der Schlussphase sprang der „08er-Block“ mit Elsa Bahrenberg und Hanna Deutsch in die Bresche und brachte Rot-Weiß wieder in Front. Eine Überzahl sorgte keine 3 Minuten vor Schluss für die vermeintliche Vorentscheidung, 23:26. Doch natürlich wurde es noch dramatisch. Wenige Sekunden vor Schluss musste bei 25:26 doch die Auszeit her, Marie Eilers blieb eiskalt und stellte auf den 25:27-Endstand.

Nico Gütt: „Sicher hätten wir heute einen unbedrängten Sieg einfahren müssen. Doch nach einem Aufstieg und fünf verlorenen Spielen ist nichts einfach. In Hälfte 2 sind wir heute bei maximalem Druck stabil geblieben und haben Selbstvertrauen getankt. Glückwunsch ans Team.“

Heinemeyer – Speer (7), Brinkmann, Eilers (je 4), Deutsch, Bahrenberg, Hochmuth (je 2), Schütze, von der Brehling, Schröder (je 1), Rukavina, Karaagac

Strafwürfe: Eilers 3/4