Sarstedts Erste Damen hat im prestigeträchtigen Derby in Sehnde doppelt gepunktet – und dabei eine viertelstündige Durststrecke überstanden. Beide Teams begannen mit offenem Visier, schon nach 4 Minuten stand es 4:4. Starke Minuten von Starterin Viviane Heinemeyer im Tor und Hanna Deutsch und Marie Eilers im Angriff – sie steuerten 9 der 11 Feldtore bis zur Pause bei – brachten die 4:7-Führung auf die Anzeigetafel. Sarstedt gewann Oberwasser und drückte weiter aufs Tempo, ging mehrfach mit 4 Toren in Front. Doch mit dem 9:13 war es das dann auch fürs Erste mit dem Angriffshandball aus Sarstedter Sicht. Halbzeitenübergreifend brachte man von Minute 22-36 über eine unfassbare Viertelstunde nichts aufs Parkett. Man hatte es Neuzugang Coco Dähn im Tor und einer zumindest soliden Abwehrleistung zu verdanken, dass Sehnde in diesem Zeitraum nicht zu einfachen Toren kam und nur mit 14:13 führte.
Erst 5 Minuten nach der Pause erlöste Anna Hochmuth die Sarstedterinnen mit dem 14:14. Eine Unterzahl brachte Sehnde zwar mit 17:16 nach vorne, doch die Sarstedter Youngster drehten auf: Zora Rukavina spielte starke lenkende Minuten auf der Mitte, Elsa Bahrenberg und wieder Hanna Deutsch machten die Tore, ein 0:5-Lauf brachte zwar keine Vorentscheidung, aber die Auszeit der Heimmannschaft beim 17:21. In der Folge kam Sehnde mehrfach auf 3 Tore heran, doch die Sarstedterinnen behielten vor allem in der Deckung einen kühlen Kopf, Lis von der Brehling war im Innenblock unverzichtbar. Eine eigene Unterzahl brachte dann die Entscheidung für Sarstedt: Das 21:27 wenige Minuten vor Schluss war nicht mehr zu einzuholen. Ganz langsam sickerte es in die Sarstedter Köpfe, dass es dieses Mal ohne dramatisches Herzschlagfinale reichen würde, Endstand 24:27.
Nico Gütt: „So langsam hat man das Gefühl, dass wir im Abstiegskampf angekommen sind. Diese und letzte Woche haben wir Mannschaftsleistungen gezeigt, in denen alle für alle eingetreten sind. Wir müssen jetzt weiter hart an uns arbeiten und in den nächsten Spielen zeigen, dass die Leistungen kein Strohfeuer waren.“
Heinemeyer, Dähn – Deutsch (8), Eilers (6), Hochmuth (4), Bahrenberg (3), Brinkmann, Speer, von der Brehling, Schütze (je 1), Schröder, Rukavina
Strafwürfe: Eilers 2/2