Langsam haben sich die Sarstedter Damen an einen Punktgewinn gegen ein Team aus der fast Zweidrittel der Liga umfassenden Spitzengruppe herangeschlichen, am Samstag war es dann so weit: Gegen die Sportfreundinnen aus Söhre revanchierte man sich für die heftige 23:10-Klatsche in schlechtestmöglicher Besetzung aus dem Hinspiel.
Man begann topmotiviert und gut vorbereitet mit einem Offensivfeuerwerk: Bis zur frühen Auszeit der Gäste hatte die überragende Anna Hochmuth schon 3-mal aus der zweiten Reihe genetzt, nach dem Time Out blieb Hanna Deutsch auf dem Gaspedal und stellte bis auf 9:5. Und das Nervenkostüm der Sarstedterinnen zeigte auch durch das zwischenzeitliche 13:10 der Söhrerinnen keine Risse. Hanna Schütze erzielte in 10 Minuten 4 Tore und brachte Sarstedt wieder 6 Tore vor. Die Sarstedter Deckung stand zwar ordentlich, baute aber doch einige Schnitzer ein, die aber kaum Auswirkung hatten: Was nämlich nicht nur ordentlich, sondern überragend war, war die Leistung der Sarstedter Torfrau: Viviane Heinemeyer vereitelte reihenweise freie Bälle und sorgte dafür, dass die Sarstedterinnen zur Pause mit 17:12 in Führung lagen.
In der Pausenbesprechung wurde klar, dass eine 5-Tore-Führung zur Halbzeit keinen Punktgewinn bedeuten würde, und dass in Hälfte 2 sicher noch einige Hürden zu überwinden sein würden. Doch nach Wiederanpfiff war man erstmal unbeeindruckt, Marie Eilers traf doppelt, man baute den Vorsprung bis auf 22:16 aus. Doch eine Mischung aus einigen Pfostentreffern und Paraden seitens der Söhrer Schlussfrau ließen die Gäste herankommen, aus 22:16 wurde 22:20. Die Schlussviertelstunde entwickelte sich zu einem echten Schlagabtausch, in dem Söhre ganz langsam auf den Ausgleich hinarbeitete. Gastspielerin Lea Breusing trug hier viel Verantwortung, die Sarstedter Torhüterinnenleistung war in den Schlussminuten erneut stark. Söhre gelang der erste und einzige Ausgleich 90 Sekunden vor Ende, doch Dana Speer blieb aus kleinem Winkel cool und traf zum 30:29. Der letzte Söhrer Angriff war wirkungslos, Sarstedt spielte die Sekunden herunter.

Nico Gütt: „Hälfte 1 war sicher die beste Halbzeit der Saison, nach dem Wechsel mussten wir dann lange zittern, auch weil bei uns alle Bälle vom Pfosten raus und bei den Gästen von dort aus rein fielen, haben aber mit einer echten Mannschaftsleistung Nerven und Söhre besiegt.“

Heinemeyer, Dähn – Hochmuth (6), Speer, Schütze, Breusing (je 4), Eilers (3), Deutsch, Ipatov (je 2), Brinkmann, von der Brehling (je 1), Sandrock, Bahrenberg, Rukavina

Strafwürfe: Deutsch 2/2, Eilers 1/2

Schon am kommenden Samstag geht es mit dem langerwarteten Kracher in Sehnde weiter.